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Die Orkane Ylenia, Zeynep und Antonia sorgten hauptsächlich für umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, herfallende Dachziegeln aber auch eine Windkraftanlage blieb nicht verschont. Zu 530 sturmbedingten Einsätzen sind die havelländischen Feuerwehren von Donnerstagabend bis Sonntagnachmittag ausgerückt. In der Regionalleitstelle West, zuständig für die Landkreise Havelland, Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sowie die Stadt Potsdam, gingen in dieser Zeit insgesamt 5147 Notrufe ein. Im Havelland mussten die Einsatzkräfte vorwiegend wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Dachziegel ausrücken. Bis auf einen leicht verletzten Bürger aufgrund herabfallender Carportteile und einen im Einsatz leicht verletzten Feuerwehrmann, wurden keine weiteren durch den Sturm verursachten Verletzten registriert. Es kam nur zu einem sturmbedingten Verkehrsunfall, als ein Baum vor einem PKW auf die Straße fiel und der Kleinwagen mit diesen anschließend kollidierte.

Dachziegeln stürzten durch die ersten beiden Orkane vom Rathausdach in Nauen, der Bereich um das Gebäude ist seit dem komplett gesperrt.

Landrat Roger Lewandowski: „Ich bin froh und dankbar, dass wir den Sturm und die zum Teil orkanartigen Böen so glimpflich im Havelland überstanden haben und danke allen Einsatzkräften, die sich in dieser Zeit Tag und Nacht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Dauereinsatz befanden, für Ihre unermüdliche Arbeit.“ Der für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Beigeordnete Michael Koch schließt sich dem Dank an: „Die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen und der beherzte Einsatz der Kameradinnen und Kameraden weit über das Normalmaß hinaus sorgten dafür, dass die Gefahrenlage im Havelland bestmöglich bewältigt werden konnte.“

Einsatzkräfte der Feuerwehr beseitigen eine Baumkrone von der B5

Vorbereitet auf die steigende Anzahl von Einsätzen hatte sich der Landkreis gemeinsam mit den Kommunen und der Regionalleitstelle West bereits vorab der angekündigten Wetterlage mit der Einrichtung sogenannter Befehlsstellen in den einzelnen Kommunen. Aufgrund der hohen Anzahl eingehender Notrufe konnte die Regionalleitstelle die Einsätze direkt an die Befehlsstellen senden, die die Einsätze dann priorisiert und zeitnah abgearbeitet haben. Kreisbrandmeister Lothar Schneider: „Die Lage am Wochenende hat gezeigt, wie wichtig die Unterstützung der Regionalleitstelle durch die Befehlsstellen war, denn allein die Anzahl der Einsätze von diesem Wochenende stellt im Vergleich zu den Gesamteinsätzen in 2021 bereits ein Drittel dar.“