Der Waldzustand in Brandenburg hat sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert, das zeigt der jährliche Waldzustandsbericht des Landesbetriebs Forst Brandenburg. Welche Strategien nun nötig sind, um den Waldumbau zu Laubmischwäldern zu beschleunigen und so den Folgen der Klimaveränderungen auf den Wald zu begegnen, wird Brandenburgs Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Hanka Mittelstädt, in einem breit angelegten Dialogformat mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Forstwirtschaft diskutieren.
Hanka Mittelstädt: „Den Zustand des Brandenburger Waldes müssen wir sehr ernst nehmen: Die Auswirkungen der Klimaveränderungen - mit längeren Vegetationsperioden, ungünstigerer Niederschlagsverteilung über das Jahr oder die Zunahme von Witterungsextremen, aber auch die Zunahme von Schadinsekten - zeigen sich im Waldzustandsbericht im deutlich gestiegenen Anteil an geschädigten Bäumen. Das bedeutet, wir müssen besser und schneller werden beim Waldumbau. Deshalb wollen wir einen intensiven und zugleich breit angelegten Dialog mit allen Beteiligten führen, in dem die unterschiedlichen und berechtigten Ansprüche an den Wald – wie Wirtschaftsraum, Ort der Erholung, Treibhausgassenke – zu Wort kommen. Im Ergebnis soll eine gemeinsame Plattform entstehen, die Lösungen für einen zukunftsfähigen Wald erarbeitet.“
Das neue Dialogformat „Talk im Wald“ wird erstmals am 27. Mai stattfinden. Dabei wird der Waldzustandsbericht durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde vorgestellt. Das Format, angelegt als regelmäßiger, jährlicher Dialog, wird stets unterschiedliche Aspekte rund um den Wald in den Fokus nehmen – immer mit dem Ziel, den Brandenburger Wald zukunftsfähig und widerstandsfähiger aufzustellen.
Der Waldzustandsbericht 2025 ist im Netz verfügbar unter: https://mleuv.brandenburg.de/mleuv/de/ueber-uns/oeffentlichkeitsarbeit/veroeffentlichungen/detail/~06-03-2026-waldzustandsberichte-des-landes-brandenburg
Hintergrund:
In Brandenburg gibt es rund 1,1 Millionen Hektar Wald. Dies entspricht 37,4 Prozent der Landesfläche. Die Waldzustandserhebung erfolgt nach einem bundeseinheitlichen Verfahren. Den Ergebnissen der Waldzustandserhebung in Brandenburg liegt die Beobachtung von Probebäumen an 273 Waldstandorten zu Grunde. Die Hauptmerkmale der Waldzustandserhebung sind die Kronenverlichtung (Nadel- beziehungsweise Blattverlust) sowie der Anteil an Probebäumen mit deutlichen Schäden.