Landkreis Havelland - Und damit ging es in die dritte mit dem Arbeiterkampf der Beschäftigten bei der BSH in Nauen. Zwei ähnliche Versammlungen hatte es bereits durch die IG Metall in der Funkstadt gegeben. Heute hieß es demnach "Warnstreik statt Samstagsarbeit im Nauener Bosch-Siemens-Hausgeräte-Werk (BSH). Mit einem starken Arbeitskampf haben bis zu 250 Beschäftigte am 21. März ihrem Unmut und ihren Sorgen Luft gemacht. Die IG Metall, Standort Potsdam-Oranienburg, hatte für die gesamte Samstagsfrühschicht zum Warnstreik aufgerufen, um den Druck auf die BSH-Geschäftsführung im Kampf gegen die geplante Schließung des Weiße-Ware-Herstellers zu erhöhen.

Die Stadt Nauen ist immerhin der zweitgrößte Produktionsstandort der BSH in Deutschland. Unterstützung kam auch seitens der Kommunen und Politik. Der Bürgermeister Wiebersinsky (parteilos) richtet zu den BSH-Beschäftigten eine paar warme Wort, auch ein Vertreter der Partei die Linke stellte sich hinter den Gewerkschaftern. Das Frühlingswetter mit Sonnenschein ließ den IG Metallern den heutigen Warnstreik lange genug durchhalten.