Kreis Oberhavel - Mehrere Einsätze für die Polizei und Rettungskräfte am Wochenende am Übergangswohnheim - Hennigsdorf ++ Am Abend des 18.12.15 ++

musste die Polizei zu einem Einsatz in das Übergangswohnheim in der Ruppiner Chaussee. Hier gerieten zwei Kameruner, die mit noch zwei anderen Bewohnern in einem Zimmer untergebracht sind, in Streit. Dabei zückte einer der beiden einen Fleischspieß und es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Ein Zeuge verständigte den Wachschutz. Der zwischenzeitlich heruntergefallene Fleischspieß konnte durch den Zeugen gesichert werden. Zuvor war aber einer der beiden damit verletzt worden. Auch der zweite Beteiligte klagte über Schmerzen. Es wurde ein Rettungswagen hinzugerufen. Als einer der beiden zum Rettungswagen gebracht wurde, ging der andere noch mal auf ihn los. Dieses Mal hatte er sich Messer geholt. Die Polizeibeamten wehrten den Angriff ab und stellten die Messer sicher. Der Tatverdächtige gab später an, dass er sie der Polizei übergeben wollte. Beide Beteiligten wurden zunächst als dringend Tatverdächtige einer wechselseitigen Gefährlichen Körperverletzung vorläufig festgenommen. ++ Am 20.12.15 gegen 16.35 Uhr ++ kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen einem 29-jährigen Somalier und einem 28-jährigen Kameruner, bei welcher der Somalier dem Kameruner mit einem Messer drohte. Eine weitere Eskalation konnte nur durch andere Bewohner abgewehrt werden, da diese den 29-Jährigen festhielten. Grund für diese Auseinandersetzung war ein vorangegangener Streit zwischen dem Kameruner und der Frau des Somaliers in der Küche des Übergangswohnheimes. Im Rahmen der Vernehmungen wurde bekannt, dass die Frau des Somaliers den Kameruner ebenfalls mit der flachen Hand schlug und zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Schuh nach diesem warf. Des Weiteren warf sie einen Teller nach dem Wachschutzpersonal. Der Somalier wurde zur Verhinderung von weiteren Straftaten in Gewahrsam genommen und wird am 21.12.15 dem Landkreis Oberhavel übergeben. ++ Am 20.12.15 gegen 19.30 Uhr ++ kam es im Übergangswohnheim in Hennigsdorf zu mehreren Körperverletzungsdelikten mit insgesamt drei leicht verletzten Heimbewohnern (2x Tschad, 1x Kamerun) und einem leicht verletzten Polizeibeamten. Beim Eintreffen der eingesetzten Beamten wurden zunächst die drei leicht verletzten Heimbewohner und ca. 20 bis 30 Personen (Afrikaner) festgestellt, welche sich lautstark stritten. Nachdem die Polizeibeamten die Lage vor Ort beruhigt hatten, konnten erste Befragungen durchgeführt werden. Demnach kam es in einem Haus zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Zimmerbewohnern aus dem Tschad (21 Jahre und 27 Jahre alt). Einer der beiden Personen ist Christ und der andere ist Moslem. Die unterschiedlichen Religionen waren wohl Ursache des Streites. Beide verletzten sich bei der Auseinandersetzung leicht an der Hüfte und am Hals. Die Verletzungen wurden durch zwei Rettungswagenbesatzungen ambulant behandelt. Beide wurden zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Nach der Auseinandersetzung stritten sich etwa 20 Personen lautstark auf einem Flur, wobei ein 19-jähriger Kameruner leicht an der Hand verletzt wurde und ebenfalls behandelt werden musste. Der 19-Jährige wollte sich nicht ausweisen und seinen Namen nicht nennen. Eine Dolmetscherin für Französisch erklärte dem Kameruner die Notwendigkeit und die Folgen, der verletzte Kameruner blieb jedoch bei seiner ablehnenden Haltung und er wurde zur Identitätsfeststellung zur Polizeiinspektion Oberhavel gebracht. Bei der Durchsuchung zur Eigensicherung leistete der 19-Jährige Widerstand und ein Beamter verletzte sich leicht an der linken Hand. Der Beamte blieb weiter dienstfähig.