Zahlreiche Menschen verbringen ihren Urlaub gerne beim Campen. Das Schlafen im Zelt verspricht Abenteuer und ein Gefühl von Unabhängigkeit. Ohne die nötige Vorsicht, kann dabei jedoch einiges schiefgehen. Wir verraten dir einige typische Fehler beim Campen und wie du sie vermeidest.

# Stellplatz

Deinen Stellplatz solltest du sorgfältig auswählen, insbesondere wenn du abseits offizieller Campingplätze dein Lager aufschlagen willst. Achte auf möglichst ebene Flächen ohne spitze Steine und vermeide Senken, in denen sich bei Regen das Wasser sammelt. Wenn du mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs bist, buche besser im Vorfeld einen geeigneten Platz, da spontan nicht immer Plätze frei sind, schon gar nicht, wenn du auf einen Wasser- oder Stromanschluss angewiesen bist.

Wenn du in freier Wildbahn kampieren willst, solltest du außerdem die Rechtslage kennen. Wildcampen ist in vielen Teilen Europas verboten, in Naturschutzgebieten sowieso. Vergewissere dich daher, wo du dein Zelt bedenkenlos aufstellen darfst, oder frage private Grundstücksbesitzer, ob sie dir einen Stellplatz gewähren.

# Kleidung

Gerade im Sommer zieht es viele Naturfreunde zum Campen ins Freie. Bedenke aber, dass es nachts dennoch empfindlich kalt werden kann. Packe daher immer auch entsprechende Kleidung ein, damit du nachts nicht frierst. Wie bei allen Outdoor-Aktivitäten ist es empfehlenswert, dich nach dem Zwiebelprinzip einzukleiden, sodass du bei Bedarf Kleidungsstücke ab- oder anlegen kannst.

Nimm zudem nicht zu viel Kleidung mit, sondern stimme dein Outfit aufeinander ab. Praktisch sind beispielsweise Hosen, bei denen die Länge variierbar ist, sodass sie sowohl als kurze als auch als lange Hose funktionieren.

# Wärmeentwicklung im Zelt

Jeder, der schon öfter campen war, weiß, dass sich Zelte oder auch Camper tagsüber schnell aufheizen. Bereits am Vormittag steigt die Temperatur im Inneren deutlich an, vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung. Das kann sich auf die Schlafqualität auswirken und sogar Kreislaufprobleme nach sich ziehen. Abhilfe schaffen schattige Stellplätze oder eine Ausrichtung des Zeltes, die die Sonne am Morgen meidet. Auch regelmäßiges Lüften senkt die Temperatur spürbar. Im Camper sollten Fenster und Dachluken genutzt werden, sobald es die Situation erlaubt.

# Mückenspray und Sonnencreme

Warme Sommertage sind ideal für Campingausflüge, locken aber auch zahlreiche Mücken und andere Insekten an. Zudem sollte die anhaltende Sonneneinwirkung auf die Haut nicht unterschätzt werden, selbst bei bewölktem Himmel. Ohne entsprechenden Schutz drohen Sonnenbrand und juckende Stiche. Sei daher auf derartige Zwischenfälle sowie andere kleine Verletzungen mit einem Erste-Hilfe-Kit vorbereitet. Darin befindet sich alles, was du brauchst, um dich optimal zu versorgen.

# Lagerfeuer

In puncto Feuer gilt es in jedem Fall, wachsam zu sein, egal ob mitten in der Natur oder auf dem Campingplatz. Oberstes Gebot: das Feuer niemals unbeaufsichtigt lassen oder nicht vollständig löschen. Selbst schwache Glut kann im schlimmsten Fall zu einem verheerenden Brand führen, für den du im Zweifel sogar rechtlich belangt werden kannst! Sichere daher deine Feuerstelle und halte ausreichend Abstand zu deinem Zelt oder Camper.

# Wasser

Das Thema Wasser ist vor allem dann relevant, wenn du fernab jeglicher Zivilisation nächtigen willst. Stelle sicher, dass du genug zu Trinken dabeihast, oder informiere dich vorab, wo es natürliche Wasserquellen gibt. Um Bakterien und Krankheitserreger herauszufiltern, findest du auf careplus-shop.de praktische Filter, um Wasser aus Bächen oder Seen trinkbar zu machen.

# Wetter

Der Blick auf den Wetterbericht wird beim Campen oft vernachlässigt. Dabei liefern Vorhersagen wertvolle Hinweise auf Regen, Sturm oder starke Hitze. Wer diese Informationen ignoriert, wird schnell überrascht und ist in der Regel auch nicht vorbereitet. Bei einem plötzlichen Wetterumschwung kann dein Ausflug schnell ins sprichwörtliche Wasser fallen. Sinnvoll ist es, vor der Abreise und während des Aufenthalts regelmäßig aktuelle Wetterprognosen zu prüfen und ggf. vorübergehend eine andere Bleibe zu finden.

# Lebensmittel

Genauso wie Wasser, solltest du natürlich auch genügend zu essen dabeihaben. Sei dir jedoch bewusst, dass der Duft schnell die Tierwelt anlockt. Wichtig ist daher, Lebensmittel korrekt zu verstauen und beim Schlafengehen diese nicht im Zelt zu belassen. Besonders wenn du dich in einem Land mit frei lebenden Bären befindest! Essensreste sowie generell alle Lebensmittel solltest du luftdicht verschließen und in einer abschließbaren Box aufbewahren. Damit hältst du tierische Besucher des Nachts fern.