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In den Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Brandenburg zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg haben die Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde ein erstes Angebot vorgelegt. In den Verhandlungen geht es sowohl um die Arbeitsbedingungen als auch um die Tabellenentgelte. Zwar bieten die Arbeitgeber eine Arbeitszeitreduzierung um 30 Minuten an. In Bezug auf das Tabellenentgelt droht mit dem Angebot jedoch ein Reallohnverlust für die Beschäftigten.

Um den Druck in den laufenden Verhandlungen zu erhöhen, ruft ver.di die Beschäftigten der Brandenburger Verkehrsbetriebe, für die der TV-N gilt, am Freitag, den 27. Februar, und Samstag, den 28. Februar, zum Streik auf.

„Es ist gut, dass die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorgelegt haben. Von einer Lösung sind wir jedoch weit entfernt. Wir haben in Brandenburg eher noch Nachholbedarf bei den Löhnen. Jetzt Reallohnverluste anzubieten, wird der Lage der Beschäftigten nicht im Ansatz gerecht. Deshalb streiken wir zum Ende der Woche, um den Druck für ein annehmbares Angebot zu erhöhen“, erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Germanus.

 

Die Verhandlungen werden insbesondere durch die mangelhafte finanzielle Ausstattung des ÖPNV durch die Bundes- und die Landesregierung erschwert.

 

„Für die jetzige Eskalation tragen auch die politisch Zuständigen in Bund und Land eine Verantwortung. Die unzureichende Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs sorgt immer wieder für diese Zuspitzung, wenn die Beschäftigten fordern, dass sie für ihre wichtige Arbeit anständig bezahlt und gut behandelt werden“, erklärt Germanus abschließend.