Die Landeshauptstadt Potsdam beginnt am Mittwoch, 10. Juni, mit dem Bau der neuen überdachten Fahrrad-Abstellanlage „RadPark Potsdam Hauptbahnhof Süd“. Bereits am Dienstag, 9. Juni, wird die Baustellenfläche abgesperrt. Die Anlage entsteht an der Friedrich-Engels-Straße/Heinrich-Mann-Allee am Leipziger Dreieck und wird die Bedingungen für das Fahrradparken am Potsdamer Hauptbahnhof deutlich verbessern. Sie umfasst insgesamt sieben Module, davon drei mit Zugangssicherung. Insgesamt werden 186 Fahrradstellplätze geschaffen. Davon befinden sich 128 Stellplätze in frei zugänglichen Bereichen und 58 Stellplätze in gebührenpflichtigen Sammelschließanlagen. Alle Module werden mit einem Dach, Licht, einer Reparaturstation sowie Videoüberwachung ausgestattet. Die Sammelschließanlagen bieten darüber hinaus einen besonders hohen Diebstahlschutz durch Zugangssicherungen, sechs Stellplätze für Sonderräder wie Lastenräder oder Dreiräder sowie Schließfächer. „Mit dem RadPark am Hauptbahnhof schaffen wir zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, wo dringender Bedarf besteht. Wer Fahrrad mit Bahn, Bus oder Straßenbahn miteinander kombiniert, soll sein Fahrrad künftig sicher, komfortabel und wettergeschützt abstellen können. Mit der neuen Anlage schaffen wir genau dieses Angebot an einem der wichtigsten Mobilitätsknoten der Stadt und stärken die Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV. Damit fördern wir den Umweltverbund und machen den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität für viele Menschen noch attraktiver“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.
Der Bedarf an zusätzlichen Fahrradabstellanlagen am Potsdamer Hauptbahnhof ist hoch; die vorhandenen Fahrradstellplätze zeitweise nahezu vollständig belegt. Gleichzeitig ist der Radverkehrsanteil in Potsdam in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Bau zusätzlicher Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen und wichtigen Haltestellen ist daher sowohl im Radverkehrskonzept 2017 als auch im Entwurf des neuen Radverkehrskonzepts verankert. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich sieben Monate.
Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Dezember 2026 vorgesehen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Davon werden 985.000 Euro durch den Bund, die Länder Berlin und Brandenburg in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) gefördert. Der Eigenanteil der Landeshauptstadt Potsdam beträgt rund 215.000 Euro. Im Vorfeld der Baumaßnahme wurden die Behindertenstellplätze an die Zufahrt zur Alten Wagenhalle verlegt.
Diese stehen den Nutzerinnen und Nutzern ab dem 9. Juni zur Verfügung. Darüber hinaus wurden im Zuge der grundhaften Erneuerung des Leipziger Dreiecks zusätzliche Parkplätze in der Friedrich-Engels-Straße auf Höhe der Hausnummern 3 bis 6 geschaffen, die unter anderem dem Hol- und Bringverkehr zum Hauptbahnhof dienen. Die bislang vorhandenen sechs Kurzzeitparkplätze sowie drei Behindertenstellplätze im Bereich der künftigen Fahrradabstellanlage entfallen dauerhaft und werden durch die neuen Flächen kompensiert.
Zusätzlich stehen die Tiefgaragen des Hauptbahnhofs als Parkmöglichkeit zur Verfügung. Während der Bauarbeiten wird ein Teil der vorhandenen Fahrradabstellanlagen im Baustellenbereich gesperrt. Für den Fußverkehr stehen entlang der Friedrich-Engels-Straße zeitweise eingeschränkte Verkehrsflächen zur Verfügung; die Wegeverbindung bleibt jedoch durchgängig erhalten. Weitere temporäre Einschränkungen können im Zusammenhang mit der Montage der Dachkonstruktionen erforderlich werden und werden rechtzeitig bekanntgegeben.



