Der Sperrkreis rund um den Fundort der Weltkriegsbombe an der Leipziger Straße ist geräumt. Um 11:16 Uhr gab Einsatzleiter Kai Lange vom Ordnungsamt Potsdam den Sperrkreis frei. Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Kollege Markus Kreuzer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg werden jetzt mit der Arbeit beginnen und versuchen, die Bombe zu entschärfen. Ab sofort können Straßenbahnen nicht mehr durch den Sperrkreis fahren; auch der Regionalbahnverkehr ist jetzt unterbrochen. Busse und Trams starten und enden am Platz der Einheit in Richtung Nord und West sowie am Rathaus Babelsberg bzw. Zentrum Ost in südliche und östliche Richtung. Die S-Bahnen in Richtung Berlin starten und enden am S-Bahnhof Babelsberg.
Die Sperrungen gelten bis zur offiziellen Entwarnung. Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg, die auf einer Baustelle an der Leipziger Straße gefunden worden ist, soll heute in der Landeshauptstadt Potsdam entschärft werden. Der Blindgänger ist der Weltkriegssprengkörper 220, der seit 1990 in der Landeshauptstadt gefunden wurde. Im Sperrkreis, der 700 Meter rund um die Bombe gezogen ist, befinden sich unter anderem die Speicherstadt, die Staatskanzlei Brandenburg, der Landtag sowie mehrere Ministerien, der Hauptbahnhof, die Investitions- und Landesbank (ILB) und das Sport- und Freizeitbad blu. Auch mehrere Museen (MINSK und Barberini) sowie Hotels (Mercure Hotel, niu Hotel, B&B Hotel), Pflegeheime, eine Einrichtung des betreuten Wohnens, die Comenius-Schule, die Kita Havelblick sowie die Freundschaftsinsel und der Lustgarten sind von den Sperrungen betroffen.
Während der Sperrung steht der Katastrophenschutzleuchtturm 10, die Sporthalle am Humboldtring 17, als Aufenthaltsort für Betroffene zur Verfügung. Etwa 6.500 Menschen leben im Sperrkreis.
12.24 Uhr: Es ist der dritte Einsatz aufgrund von Munitionsfunden in diesem Jahr in Potsdam. Eine Evakuierungsmaßnahme in dieser Größenordnung gab es zuletzt am 17. Januar 2019. Damals ist eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg ist auf dem Areal der nördlichen Speicherstadt am Leipziger Dreieck gefunden worden. Etwa 5900 Menschen waren damals betroffen. Im Sperrkreis lagen auch dort der Hauptbahnhof, der Landtag sowie mehrere Ministerien, die Freundschaftsinsel und die Speicherstadt.
12.26 Uhr: Die heutige Evakuierung verlief reibungslos und ohne Vorkommnisse. Danke an alle Potsdamerinnen und Potsdamer für die Unterstützung!
12.44 Uhr: Sprengmeister Mike Schwitzke und das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe US-amerikanischer Herkunft entschärft. Damit sind auch alle Sperrungen rund um den Fundort aufgehoben. Die Menschen, die im Sperrkreis leben, können ab sofort wieder in ihre Wohnungen zurück, Autos, Busse, Straßenbahnen und Züge können wieder fahren.



