Offizielle Übergabe der neuen U-Bahnen an die Berliner Verkehrsbetriebe und Fahrgäste. Betrieb startet deutlich früher als geplant, jeder Fahrgast wird davon profitieren, großzügiges Raumgefühl, mehr Komfort und Stabilität im Betrieb. Für die U-Bahnlinien U5 bis U9 beginnt mit dem 18. Mai eine neue Fahrzeugära. Die ersten Neuwagen wurden nach mehreren Jahrzehnten sind nun offiziell im Fahrgastbetrieb genommen. Für die Fahrgäste heißt es auch: Mehr Komfort, mehr Fahrgastinformation und mehr Verlässlichkeit. Schon beim Einstieg ist zu merken es wirkt sehr viel heller, auch ist die neue U-Bahn wohl leiser. Mit der Übergabe der neuen U-Bahngeneration an die Fahrgäste setzt Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmens die BVG, eine Flottenerneuerung fort.
Sie ist ein Grundpfeiler des eingeschlagenen Stabilitätskurses. Nach einer letzten Testphase, bei der bereits Fahrgäste mitfahren konnten, sind ab sofort täglich bis zu 36 Neuwagen auf der U5 im Regeleinsatz. Das entspricht sechs Zügen mit der maximalen Länge. Bis Ende 2026 soll die Flotte der Baureihe J auf bis zu rund 170 Wagen wachsen. Weitere rund 170 Wagen sind bereits bestellt und werden im nächsten Jahr vom Hersteller Stadler geliefert. Es war heute schon ein deutlicher Unterschied zu merken als parallel auf den anderen Gleisen die alt bekannten Schienenfahrzeuge fuhren. Die erste offizielle Fahrt zum Hauptbahnhof unternahmen, der Regierende Bürgermeister Kai Wegner mit Verkehrssenatorin Ute Bonde und weiteren Personen.

„Heute ist ein guter Tag für alle U-Bahnfahrgäste in Berlin und ein Meilenstein für die Stabilität des U-Bahnbetriebs heute und in Zukunft“, sagt Henrik Falk, BVG-Vorstandsvorsitzender. „Für uns ist es sogar ein historischer Tag. Die letzte Premierenfahrt mit Neuwagen für die Linien U5 bis U9 liegt schon über 30 Jahre zurück. Heute stellen wir die Weichen für die nächsten erfolgreichen Jahrzehnte der Berliner U-Bahn.“ Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Die neuen U-Bahnen stehen für einen modernen und leistungsfähigen Nahverkehr in Berlin. Die Fahrgäste profitieren von mehr Komfort, besserer Fahrgastinformation und einer höheren Zuverlässigkeit im Betrieb. Mit der Modernisierung der Flotte stärkt die BVG ihr Angebot und investiert in eine attraktive und verlässliche Mobilität für die Berlinerinnen und Berliner.“
Neben dem neuen, sehr großzügigen Raumgefühl, das die Züge schon auf den ersten Blick bieten, warten auf die Fahrgäste einige weitere Neuerungen. Dazu zählen beispielsweise ein neues Lichtkonzept, geräumige Türbereiche und insgesamt viel Platz für alle Reisenden, ob zu Fuß oder im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder ganz ohne Gepäck. Die Fahrgastinformation ist rundum erneuert. Unter anderem beginnt die Wegeleitung zu Ausgängen und Aufzügen jetzt schon im Zug. Die Barrierefreiheit wurde noch einmal verbessert, und auch für die BVG-Fahrer*innen gibt es neue Bedienelemente und einen angenehmeren Arbeitsplatz.
Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BVG: „Mit den neuen U-Bahnen investiert die BVG in einen leistungsfähigen, verlässlichen Nahverkehr für Berlin und fährt ihren Stabilitätskurs fort. Im ersten Quartal 2026 lag die Zuverlässigkeit der Berliner U-Bahn bei 98,6 %. Die neuen Wagen tragen dazu bei, den Alltag der Berlinerinnen und Berliner weiter spürbar zu verbessern: Mit ihnen bringt die BVG mehr Komfort, moderne Fahrgastinformation und noch bessere Barrierefreiheit für die Fahrgäste auf die Schiene.“
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Mit dem Start des regulären Fahrgastbetriebs der neuen J-Züge auf der U5 gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu mehr Stabilität, mehr Komfort und mehr Verlässlichkeit im Berliner U-Bahn-System. Die Fahrgäste profitieren damit früher als ursprünglich geplant von moderner Technik und einem spürbar besseren Angebot. Die BVG und das Land Berlin halten Kurs: erst Stabilität, dann Wachstum!“
Auf der Linie U5 ersetzen die Neuwagen zunächst die Fahrzeuge der Baureihe IK. Diese für die Linien U1 bis U4 entwickelten Fahrzeuge sind auf der U5 seit einigen Jahren mit angepasster Wagenbreite übergangsweise im Einsatz. Die erst neun Jahre alten IK-Züge können nach kurzem Umbau dann auf den Linien U1 bis U4 eingesetzt werden und verjüngen dort zusätzlich die Flotte.
Jure Mikolčić, CEO Stadler Deutschland: „Mit dem Start der J-Wagen im Fahrgastbetrieb wird die neue Fahrzeuggeneration mit dem Großprofil komplettiert und kommt nun dort an, wofür sie gemeinsam von BVG und Stadler entwickelt wurde: Nach Jahrzehnten wird das Großprofil mit modernen Fahrzeugen für alle Berlinerinnen und Berliner erneuert. Dass die Fahrzeuge, die in Berlin entwickelt und gefertigt werden, nun auch im Großprofil für die Fahrgäste unterwegs sind, ist ein besonderer Moment für alle Projektteams – und ein wichtiger Schritt für die langfristige Modernisierung der Berliner U-Bahn.“ ++ Bei der Baureihe J und ihrer schmaleren Schwesterserie JK handelt es sich um den größten Beschaffungsauftrag in der Geschichte der BVG. Die aktuell erteilten Aufträge umfassen insgesamt 484 Wagen, davon 140 Wagen der Baureihe JK für die Linien U1 bis U4, die fast alle bereits im Einsatz sind und seit September 2025 für eine deutlich verbesserte Zuverlässigkeit auf der Linie U2 sorgen.



