Das Konzept für die Inbetriebnahme der Strecke Hamburg – Berlin nach der Korridorsanierung steht: Der Zugverkehr wird in zwei Stufen wieder anlaufen. Mit Betriebsbeginn am 15. Mai können Züge wieder über den fertiggestellten nördlichen Streckenabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land fahren. Damit ist auch die Voraussetzung geschaffen, dass die Verkehre von Hamburg in Richtung Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern wieder im gewohnten Fahrplan fahren. Die komplette Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke Hamburg – Berlin erfolgt zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni mit Betriebsbeginn.
Fahrgäste und Güterverkehrskunden profitieren dann von einer umfangreich erneuerten und verlässlichen Infrastruktur, pünktlicheren Zügen und mindestens fünf Jahren Baufreiheit. Neben 165 Kilometer Gleisen und fast 250 Weichen wurden sechs neue sogenannte Überleitstellen geschaffen sowie sechs neue Stellwerke gebaut und 19 weitere modernisiert. Zudem wurden 28 Stationen entlang der Strecke – teilweise grundlegend – modernisiert. Die umfassenden Verbesserungen durch die Korridorsanierung ermöglichen unter anderem mehr Bahnverkehr auf der Strecke als vorher.
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Der außergewöhnlich starke und langwierige Wintereinbruch in Norddeutschland hat unsere eingeplanten Zeitpuffer aufgebraucht. Das ärgert uns mindestens genauso sehr wie alle betroffenen Reisenden und Güterverkehrskunden, für deren Geduld wir uns ausdrücklich bedanken wollen. Wir haben gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen alles versucht, um die Verzögerungen so gut wie möglich aufzuholen. Das ist uns bedauerlicherweise trotz gewaltiger Anstrengungen aller Beteiligten nicht ganz gelungen. Das zweistufige Inbetriebnahme-Konzept ermöglicht die auch weiterhin dringend notwendigen Baumaßnahmen angrenzender Strecken.“
Wochenlang anhaltender Frost und eine nahezu durchgängig geschlossene Schneedecke hatten seit Anfang Januar den Baufortschritt ausgebremst. Mit einsetzendem Tauwetter haben DB InfraGO und Baufirmen das Personal auf der Baustelle verstärkt, um den entstanden Rückstand bestmöglich aufzuholen. In den kommenden Wochen stehen u.a. noch die Endmontage der Leit- und Sicherungstechnik sowie der Oberleitungen bevor, ein Softwareupdate im Stellwerk Schwerin sowie umfangreiche Arbeiten an den Bahnhöfen.



