rep24 logo 2011 2

Das Online-Magazin in Brandenburg

»HOW TO CATCH A NAZI. Operation Finale: Die Ergreifung und der Prozess von Adolf Eichmann«
im Filmmuseum Potsdam - ZUR AUSSTELLUNG - Ein untergetauchter Nazi-Verbrecher und dessen Ergreifung: Adolf Eichmann, maßgeblich mitverantwortlich für die Ermordung von etwa sechs Millionen europäischer Jüdinnen und Juden, taucht nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit falscher Identität in Argentinien unter. Der Hessische Generalstaatsanwalt und Holocaust-Überlebende Fritz Bauer gibt die Information zum Aufenthaltsort Eichmanns an die israelischen Behörden, bewirkt, dass eine Gruppe von Agenten ihn entführt und vor Gericht bringt. 1961 wird Eichmann in Jerusalem der Prozess gemacht.

 

Mehr als fünfzehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden erstmals Überlebende als Zeugen gehört. Erst durch ihre Aussagen entwickelt sich ein weltweit tieferes und umfassenderes Verständnis des Holocaust. Es ist der erste Prozess, über den im neuen Massenmedium Fernsehen berichtet wird.

70 Fotografien und 60 Exponate, darunter Landkarten und Dokumente, versetzen die Besuchenden direkt in die Szenerie Anfang der 1960er Jahre. Sie erfahren wie die Entführung Eichmanns gelang und erhalten Einblick in den Gerichtsprozess. Rund 60 Spiel- und Dokumentarfilme sind in den vergangenen Jahrzehnten zum Thema entstanden. In Potsdam wird die Schau um eine interaktive Medienstation sowie die Foyerausstellung »PERSPEKTIVEN - HOW TO CATCH A NAZI« ergänzt. Sie bietet, einschließlich der Präsentation von Jugendgeschichtsprojekten, verschiedene Blickwinkel zum Thema.

Im Jahr 2025 jähren sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Mit dieser Ausstellung beteiligt sich das Filmmuseum Potsdam am Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten und setzt ein Zeichen für Demokratie und Menschlichkeit.

Das umfangreiche Begleitprogramm nimmt die mediale Dimension des Eichmann-Prozesses in den Blick. Mit dem Vermittlungsangebot richtet sich die Ausstellung besonders an ein junges Publikum.

Das Filmmuseum Potsdam und die Adolf Rosenberger gGmbH präsentieren die Ausstellung.

Die Adolf Rosenberger gGmbH erinnert an das Lebenswerk des deutsch-jüdischen Mitgründers von Porsche, der aufgrund seiner Herkunft von den Nazis verfolgt wurde und 1938 aus Deutschland fliehen musste.

Laufzeit der Ausstellung: 27. März 2025 bis 1. Februar 2026

Öffnungszeiten: Di - So 10:00 bis 18:00 Uhr

Museumsticket 10,- Euro
Ermäßigt 6,- Euro
Freier Eintritt bis 9 Jahre
Tickets gelten für das gesamte Museum

Begleitprogramm März bis Mai 2025
(Vorschau)

Do., 27. März 2025, 11 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Guido Altendorf, Ausstellungsabteilung Filmmuseum Potsdam

Do., 3. April 2025, 19 Uhr
Der Staat gegen Fritz Bauer
R: Lars Kraume, D 2015, 105‘
Anschließend: Filmgespräch mit Regisseur Lars Kraume und Schauspieler Burghart Klaußner
Moderation: Knut Elstermann (Filmjournalist)

Di., 22. April 2025, 17 Uhr

Aktion J
R: Walter Heynowski, DDR 1961
Anschließend: Gespräch mit Historikerin Anette Leo und Regisseur Peter Kahane
Moderation: Dr. Irmgard Zündorf (ZZF)

Do., 15. Mai 2025, 18 Uhr
Nacht und Nebel
R: Alain Resnais, F 1956
Henchman Glance
R: Chris Marker, F 2008
Einführung: Thomas Tode
 (Filmkurator)


Vermittlungsprogramm
unterwww.filmmuseum-potsdam.de -> Führungen