Neuer Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft, Unternehmen, Bildung und Öffentlichkeit in der Potsdamer Mitte
Am Freitag, 4. September, wird das Kreativ Quartier offiziell eröffnet. Auf dem Areal der ehemaligen Feuerwache an der Plantage ist ein neuer Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft, Unternehmen, Bildung und Öffentlichkeit entstanden. Auf insgesamt rund 25.000 Quadratmetern in sieben Gebäuden bietet das neue Quartier in der Potsdamer Mitte Arbeits-, Atelier- und Veranstaltungsflächen entstanden – nur rund zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Rund 16.000 Quadratmeter sind exklusiv für die Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen, davon 8.000 Quadratmeter zusätzlich mietpreisgebunden. Ergänzt wird das Angebot durch Flächen für Unternehmen und Bildungsangebote sowie öffentliche Nutzungen. Höfe und Passagen öffnen das Quartier zur Stadt hin. Eine besondere Rolle nimmt der bereits im Mai eröffnete Lange Stall ein, den die Genossenschaft „Langer Stall“ preisvergünstigt anmietet und eigenständig betreibt.
„Mit dem Kreativ Quartier bekommt die Kultur- und Kreativwirtschaft einen festen, sichtbaren Platz im Herzen unserer Stadt. Genau diese Zusammenarbeit von Stadt, Kreativwirtschaft und privatem Engagement macht das Projekt zu einem Vorbild. Hier entsteht kein Ort, der nur genutzt wird – hier gestalten und betreiben die Kreativen ihre Räume selbst. Das ist ein starkes Signal gegen die Verdrängung kreativer Nutzungen aus unseren Innenstädten und ein Gewinn für die gesamte Stadtgesellschaft“, sagt Oberbürgermeisterin Noosha Aubel.
Kooperative Stadtentwicklung in der Potsdamer Mitte
Den Rahmen für die Entwicklung des Kreativ Quartiers schuf die Landeshauptstadt Potsdam gemeinsam mit dem Sanierungsträger Potsdam. In einem breiten Beteiligungsprozess wurde die Potsdamer Kultur- und Kreativwirtschaft frühzeitig einbezogen. Auf dieser Grundlage wurde das Grundstück im Rahmen eines Konzeptverfahrens mit verbindlichen Nutzungs- und Mietpreisbindungen vergeben. Bis heute wird die Entwicklung des Quartiers durch einen fachlich breit aufgestellten Beirat begleitet.
„Dieses Quartier ist ein Ergebnis gemeinsamer Arbeit über viele Jahre. Ein solcher Prozess ist aufwendig, aber er zahlt sich aus: Hier ist kein Gebäude für eine Zielgruppe entstanden, sondern ein Ort mit seinen künftigen Nutzerinnen und Nutzern. Mein Dank gilt allen Projektbeteiligten. Wer in diesen Jahren gebaut hat, kennt die Rahmenbedingungen: Pandemie, Lieferengpässe, Energiepreis- und Baukostensteigerungen. Dass dieses anspruchsvolle Vorhaben trotzdem fertiggestellt wurde, verdient Respekt“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.
Die Entwicklung und Realisierung des Kreativ Quartiers übernahmen die Glockenweiß GmbH und die IDEAL Lebensversicherung a.G. Glockenweiß prägte das Vorhaben seit der Konzeptvergabe als Projektentwickler. Die IDEAL Lebensversicherung a.G. kam im weiteren Verlauf als maßgebliche Investorin hinzu. Gemeinsam wurde das Quartier geplant, finanziert und unter herausfordernden Rahmenbedingungen realisiert.
„Die Entwicklung eines Quartiers wie dieses ist eine langfristige Investition – wirtschaftlich ebenso wie gesellschaftlich. Gemeinsam mit unseren Partnern ist ein Ort entstanden, der Unternehmertum, Kreativität und Innovation zusammenbringt. Wir sind überzeugt, dass das Kreativ Quartier weit über seine Grundstücksgrenzen hinaus Impulse für Potsdam und die Metropolregion setzen wird“, sagt Rainer M. Jacobus, Aufsichtsratsvorsitzender der IDEAL Lebensversicherung a.G.
Das Verfahren konnte unter Nutzung von Mitteln der Städtebauförderung durch Bund, Land und Stadt finanziert werden. Die Steuerung übernahm der für die Stadt im Sanierungsgebiet „Potsdamer Mitte“ treuhänderisch tätige Sanierungsträger Potsdam.
Von der Vision zum fertigen Quartier
Die Idee zu diesem Projekt entstand bereits 2014. Nachdem das Rechenzentrum leer gezogen worden war und zunächst sein Abriss vorgesehen war, wurde es für eine temporäre Nutzung durch Kulturschaffende geöffnet. Aus der zunächst auf zwei Jahre angelegten Zwischennutzung entstand die Idee, der Kunst- und Kreativwirtschaft dauerhaft Raum in der Potsdamer Innenstadt zu sichern.
Ab 2017 entwickelten Vertreterinnen und Vertreter der Potsdamer Kultur- und Kreativwirtschaft, der Stadtverwaltung, der politischen Gremien und des Sanierungsträgers in einem Szenario-Workshop ein gemeinsames Zielszenario für den ehemaligen Standort der Hauptfeuerwache. 2019 folgte die Konzeptvergabe, 2022 die Grundsteinlegung und 2023 das Richtfest. Mit der Eröffnung am 4. September 2026 wird das Kreativ Quartier nun fertiggestellt.
Mit dem Kreativ Quartier schließt sich in der Potsdamer Mitte die Achse einer „Kreativen Mitte": vom Alten Markt mit Potsdam Museum und Museum Barberini über den Neuen Markt mit dem Brandenburg Museum bis zum Kreativ Quartier an der Plantage. So verbindet das Quartier bestehende kulturelle Orte zu einem durchgängigen, öffentlich erlebbaren Band der Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft – und stärkt Potsdam zugleich als Wirtschaftsstandort.
Eröffnungsfest: Die ganze Stadtgesellschaft ist eingeladen
Zum Grand Opening am 4. September öffnet das Kreativ Quartier ab 11 Uhr seine Türen für die ganze Stadt. Die offizielle Eröffnung nimmt Rainer M. Jacobus, Aufsichtsratsvorsitzender der IDEAL Lebensversicherung a.G., vor. Anschließend sprechen Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, und Noosha Aubel, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam, Grußworte. Darüber hinaus nehmen der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt sowie Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, an der Veranstaltung teil.
Danach lädt ein vielfältiges Programm aus Ausstellungen, offenen Ateliers, Workshops, Talks, Tanz und Musik dazu ein, das Quartier und seine Nutzerinnen und Nutzer kennenzulernen. Alle Potsdamerinnen und Potsdamer sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Das vollständige Programm ist unter www.kreativ-quartier-potsdam.de
abrufbar.



